"Dirt, Mud...and Sick Air" war das Motto zu Beginn der motorsportlichen Laufbahn des Dirk Spaniol, denn es wurde über lange Jahre aktiv Motocross gefahren. Eher aus einer Laune heraus meldete sich der Saarländer 1995 zu einem Supermoto Rennen in Metz (F) an und konnte direkt den 5ten Platz im starken Fahrerfeld herausfahren. Sollte es ein Leben neben dem MX Sport geben? Die Antwort lautete "Ja" und somit stand Dirk Spaniol im darauf folgenden Jahr regelmäßig in den Startaufstellungen der internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft, die er ab 1997 in der Königsklasse Prestige bestritt. Als einer der ersten Supermoto Teamfahrer kam ab dem Jahr 2000 der nicht minder begabte Michael Schneider zur damals noch kleinen Truppe. Beide Piloten waren natürlich auf der Hausmarke Suzuki unterwegs und mussten mangels adäquaten Ersatzes im Suzuki Programm mit der nur bedingt Racing tauglichen Suzuki DR-Z 400 gegen die Rennboliden der nahezu übermächtigen Konkurrenz antreten. Doch aus der Not wurde alsbald eine Tugend gemacht. Mit sauber präparierten und gleichzeitig aufwändig getunten Bikes fuhr man sich über Jahre hinweg als Underdogs in die Herzen von Fans und Presse. Der unbändige Durchhaltewille zahlte sich dann 2004 aus, als die fast schon legendäre Startnummer 17 von Dirk Spaniol am Ende der Saison auf dem dritten Gesamtrang der Meisterschaft zu finden war. 2005 war es dann endlich soweit - Suzuki beschenkte die gelbe Fangemeinde mit der viertaktenden RM-Z 450! Nun musste sich weder Spaniol selbst, noch sein bis dahin stark angewachsenes Rennteam nicht mehr unter Wert verkaufen. Podiumsplätze und Siege waren nun keine Seltenheit mehr, sondern klar definierte Ziele bei jedem der unzähligen Rennläufe. Unabhängig vom reinen Rennsport sind die Talente des engagierten Saarländers ebenfalls gefragt. Seit 2004 ist Spaniol "himself" fester Bestandteil der Testerschaft des Supermoto Magazins "DRIFT". Der Chefredakteur zu den Beweggründen der ungewöhnlichen Partnerschaft: "Die Qualitäten von Dirk Spaniol als Testpilot sind nicht von der Hand zu weisen. Kaum ein mir bekannter Fahrer kann ein Supermoto Bike so präzise bewerten wie der niemals müde Krieger aus dem Saarland. Selbst wenn ein Motorrad konträr zu seinem eigenen Fahrstil abgestimmt oder gebaut wurde, braucht es höchstens drei Runden auf der Piste, bis er sich darauf eingestellt hat. Ab diesem Zeitpunkt operiert er dann wie ein Testroboter, kann klare Aussagen über die Motorradcharakteristik machen, bewertet das Fahrwerk und das Gesamtkonzept wie kaum ein anderer. Die Aussagen nach einem Testtag sind meist derart detailliert, dass man den Artikel nur aufgrund seiner Bewertungen verfassen könnte. Nicht selten hat man sogar den Eindruck, dass der Junge eine Data-Recording Anlage in seinen Körper verpflanzt bekommen haben muss. Davon abgesehen hat sich im Laufe der Jahre ein kräftiges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Spaniol sieht die zu testenden Motorräder nicht durch die Suzuki Brille, sondern weiß auch Konkurrenzprodukte objektiv zu bewerten. Er ist stets bereit, Leistungen der anderen Hersteller anzuerkennen und sich auch dafür zu begeistern."
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